Scheidung & Trennung
Was macht eine gute Scheidung aus? (2023–2024)
Die vorliegende Studie konzentriert sich mit einem soziologischen und multiperspektivischen Fokus auf die Scheidungspraxis und Scheidungsfolgen im österreichischen Rechtssystem und ergründet, welches kollektive Verständnis über eine möglichst ‚gute‘ Scheidung auf Basis unterschiedlicher Sichtweisen und Erfahrungen mit der österreichischen Rechtspraxis besteht und zu rekonstruieren ist. Dafür wurden drei unterschiedliche Personengruppen im Rahmen von Fokusgruppen zu ihren Erfahrungen und Vorstellungen befragt (Familienrichter:innen, Berater:innen und Mediator:innen, sowie geschiedene Frauen und Männer) und die Daten anschließend inhaltsanalytisch ausgewertet.
Projektleitung: Eva-Maria Schmidt
Projektdetails
Evaluierung der Arbeit der Familiengerichtshilfe (2023–2024)
Die vorliegende Evaluierung der Familiengerichtshilfe (FGH) wurde vom Österreichischen Institut für Familienforschung an der Universität Wien (ÖIF) im Auftrag des Bundesministeriums für Justiz (BMJ) durchgeführt. Die FGH wurde mit der Reform des Kindschafts- und Namenrechtsänderungsgesetzes (KindNamRÄG) 2013 als ein neues Instrument in Pflegschaftsverfahren eingeführt, mit der Zielsetzung kindschaftsrechtliche Verfahren zu verbessern. Im Rahmen der Evaluierung wurde eine quantitative Online-Erhebung unter Expert:innen, die in Pflegschaftsverfahren involviert sind sowie eine Online-Erhebung unter Eltern durchgeführt.
Projektleitung: Olaf Kapella
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Grey Divorce in Österreich (2022)
Grey Divorce ist in der westlichen Welt und auch in Österreich ein wachsendes Phänomen. Ziel der vorliegenden Studie ist die erstmalige fokussierte Beleuchtung der Thematik der Scheidung von Personen ab 50 Jahren in Österreich. Dafür wurde eine Literaturanalyse erstellt, die Entwicklung von Scheidungen in den letzten Jahrzehnten anhand von administrativen Daten analysiert sowie eine qualitative Untersuchung auf Basis von biografischen narrativen Interviews mit betroffenen Männern und Frauen durchgeführt.
Projektleitung: Sonja Dörfler-Bolt
Publikation