Themen & Tipps
4/2026
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Karenz und Elternzeit aus Kinderperspektive
Europäisches Weißbuch zeigt positive Auswirkungen
Publikation: Link
Ein Weißbuch in englischer Sprache von Forscher:innen aus ganz Europa beschäftigt sich mit Auswirkungen von Elternzeit auf die Kinder. Die wichtigsten Ergebnisse sind: Bezahlte Elternzeit wirkt, die Dauer ist entscheidend, und wenn beide Elternteile Elternzeit nehmen, vervielfachen sich die positiven Auswirkungen. Dabei trägt die Väterbeteiligung zu stärkeren Familienbeziehungen und einer gleichberechtigteren Kinderbetreuung bei. Eltern, die nicht formell erwerbstätig sind, können oft keine Elternzeit in Anspruch nehmen. Die Schließung dieser Lücke wäre sowohl eine Frage der Kinderrechte als auch eine langfristige Investition in die Gesellschaft.
O’Brien, Margaret; Reimer, Thordis; Eydal, Guðný Björk, Escobedo, Anna; Castellanos-Serrano, Cristina; Devlieghere, Jochen; Grau Grau, Marc (2026): Paid parenting leave from a child perspective: a pillar of sustainable development. COST Action Parental Leave Policies and Social Sustainability.
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Studienteilnehmer:innen gesucht
Fokusgruppen zur Mediennutzung von Kindern
Info: Link
Anmeldung: office(at)saferinternet.atWenn Sie beruflich mit Kindern im Alter von 0 bis 5 Jahren arbeiten oder Familien im Alltag begleiten, dann sind Sie eingeladen, Erfahrungen und Beobachtungen in einer Online-Fokusgruppe zu teilen. Für eine österreichweite Studie von Saferinternet zur Mediennutzung von Kindern werden Personen gesucht, die zum Beispiel in den Bereichen Pädagogik, Sozialarbeit, Ergotherapie, Logopädie, Gesundheit oder Beratung tätig sind. Themen sind u. a.: Wie wird die Mediennutzung von Kindern bis fünf Jahren in der Praxis wahrgenommen? Welche Entwicklungen und Auswirkungen gibt es? Welche Konflikte ergeben sich im Familienalltag?
Saferinternet.at wird vom Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) koordiniert und gemeinsam mit Internet Service Providers Austria (ISPA) umgesetzt. Gefördert wird die Initiative vom Bundesministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport, dem Bundeskanzleramt und dem Bundesministerium für Bildung.
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Junge Menschen blicken positiv in die Zukunft
Studie zeigt Einstellungen und Werte Jugendlicher in Österreich
Publikation: DOI: 10.3262/978-3-7799-8353-8 (Open Access)
Junge Menschen in Österreich blicken trotz aller Krisen positiv in die Zukunft. Das belegt die repräsentative Studie “Lebenswelten 2025”, für die über 15.000 Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren befragt wurden. Die Erhebung bietet ein umfassendes Bild der jungen Generation – von ihrer Situation zu Hause und in der Schule, von Freunden, ihrer gesundheitlichen Situation sowie von Einstellungen und Werten. Die Ergebnisse zeigen, dass Jugendliche hohe Bildungsambitionen haben und optimistisch sind, ihre Ziele zu erreichen. Die Kriege und wirtschaftliche Probleme machen ihnen aber Sorgen. Dafür ist das Interesse an Politik so hoch wie schon lange nicht.
Jugendforschung Pädagogische Hochschulen Österreichs (Hg.) (2026): Lebenswelten 2025. Einstellungen und Werte von Jugendlichen in Österreich. Weinheim: Beltz Juventa.
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Familie, Migration und Glaube
Entstehung und Entwicklung von Werten unter besonderen Bedingungen
Publikation: DOI: 10.3224/84743412 (Open Access)
Das Buch thematisiert die Entstehung und Entwicklung von Werten unter Bedingungen von Mehrfachzugehörigkeit. Die Autorin führte biografisch-narrative Interviews mit jungen Frauen aus freikirchlichen russlanddeutschen Familien und zeigt, wie Heranwachsende zu Selbst- und Lebensentwürfen gelangen. Familie, Migration und Glaube sind dabei prägend und bringen in ihrer Verschränkung spezifische Vorstellungen eines guten Lebens hervor. Es zeigt sich eine hohe Kontinuität früh erworbener Werte. Familie und Glaube erweisen sich nicht nur als wichtige Träger von Werten, sondern als zentrale Werte an sich – und als Ressourcen zur Bewältigung spätmoderner Anforderungen.
Hahn, Rebekka (2026): Dass dir das Leben gelinge – Werte und Zugehörigkeit im Kontext von Familie, Migration und Glaube. Eine biographieanalytische Studie. Opladen - Berlin - Toronto: Barbara Budrich (Schriftenreihe der DGfE-Kommission Qualitative Bildungs- und Biographieforschung, 16).